Waldprämie Hinweise

Sehr geehrte Mitglieder,

 

hiermit möchten wir Sie über die in Kraft getretene Richtlinie zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder vom 22.10.2020 informieren.

 

Die Richtlinie regelt die Auszahlungsprämissen für die Bundeswaldprämie.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist eine Zertifizierung nach PEFC oder FSC. Die Zertifizierung kann bis zum 30. September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt, wenn die Zertifizierung vorliegt. Der Antragsteller verpflichtet sich, das Forstzertifikat mindestens 10 Jahre ab dem Zeitpunkt der Auszahlung der Beihilfe zu halten. Bei Unterschreitung der Verpflichtungszeit wird sie anteilig zurückgefordert.

Die Nachhaltigkeitsprämie beträgt mindestens 100 Euro pro Hektar und richtet sich an private und kommunale Waldbesitzer, die mindestens 1 Hektar Waldfläche besitzen.

Anträge können natürliche und juristische Personen bis zum 30. Oktober 2021 stellen. Die Mittel sind auf max. 500 Mio. € begrenzt, d.h. die Mittelauszahlung erfolgt nach der zeitlichen Reihenfolge der eingegangen Anträge.

Die Antragstellung erfolgt in einem Online-Formular auf der Webseite www.bundeswaldpraemie.de.

Die Auszahlung der Prämie muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein, da es sich um Mittel aus dem Corona-Konjunkturprogramm handelt.

Praktische Voraussetzungen für die Antragstellung sind:

  • Computer (PC), Laptop oder Notebook. Von der Verwendung mobiler Endgeräte wie Smartphone sollte abgesehen werden.
  • Eine stabile (!) Internetverbindung.*
  • Eine gültige E-Mail-Adresse.
  • Eine Bankverbindung einer Bank mit Sitz auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
  • Bereitzulegen sind:
    • Bescheid der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) – entfällt bei Kommunalwald-Anträgen,
    • Zertifikat(e) der Waldzertifizierungsysteme der Flächen, für die die Waldprämie beantragt wird (Im Falle eines Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC)-Zertifikats: letzte Rechnung von PEFC),
    • ggfs. Mitgliedsbescheinigung des FWZ (s. auch FAQ zu den FWZ),
    • De-minimis-Bescheinigungen der letzten drei Jahre.

Am Ende des Formulars können Sie Ihre Eingaben noch einmal prüfen. Wenn Sie den elektronischen Antrag abgeschickt haben, erhalten Sie per E-Mail eine Bestätigung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.bundeswaldpraemie.de.

Die Nachhaltigkeitsprämie ist ein Teil des Corona-Konjunkturpaktes „Wald & Holz“ in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro. Die restlichen 200 Millionen Euro sind vorgesehen für Investitionen in die moderne Forst- und Holzwirtschaft und um das Bauen mit Holz zu fördern. Bereits Anfang November wurde aus diesen Mitteln ein Programm in Höhe von 50 Millionen Euro gestartet, mit dem Investitionen in IT-Hard- und Software, Maschinen, Geräte, Anlagen und Bauten, die in der nachhaltigen Forstwirtschaft und der mobilen Holzbearbeitung zum Einsatz kommen, gefördert werden.

Die Nachhaltigkeitsprämie und das Investitionsprogramm ergänzen die bereits vom BMEL und den Ländern auf den Weg gebrachten Hilfen für den Wald im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) in Höhe von rund 800 Millionen Euro.

Im Zusammenhang mit der Bundeswaldprämie werden die Forstbetriebsgemeinschaften sich kurzfristig entscheiden müssen, ob sie die Mitgliedsflächen zertifiziert lassen oder ob die Zertifizierung Entscheidung des Einzelwaldbesitzers bleibt.

 

Der Vorstand der FBG beschäftigt sich derzeitig mit den Vorgaben der Zertifizierung und wird noch in diesem Jahr darüber entscheiden, ob sie die Zertifizierung der Forstbetriebsgemeinschaft beantragt.